Eine Gastherme war nun ja bereits montiert und lief problemlos. Allerdings macht das die anderen zwei Blockhäuser nicht wirklich warm.

Wir haben uns daher entschlossen schonmal zwei Kaminöfen für die Blockbohlenhäuser aufzubauen und anzuschließen, damit in den Blockhütten ohne Gastherme ein Weiterarbeiten überhaupt möglich war.

Denn die Verkabelung der Elektroleitungen, sowie das Verlegen der Fußbodenheizungen braucht eine gewisse Mindesttemperatur – vom Fliesenkleber ganz zu schweigen – damit kein Defekt im Material entsteht.

gemütlicher Speckstein Kaminofen im Wohnzimmer von der Blockhütte

Kaminofen hier noch ohne Verkleidung

Selbst ohne Gastherme (!) ist es so möglich die Blockhäuser bei -15°C Außentemperatur auf fast schon zu warme 25°C Zimmertemperatur zu bringen. Auch in der 1. Etage herrscht die gleiche Raumtemperatur. Verblüffend, wie schnell sich so ein Blockbohlenhaus mit einem Kaminofen aufheizen lässt.

Jetzt trocknet auch der Fliesenkleber und die Elektro- und Fußbodenheizungsleitungen lassen sich biegen, ohne zu brechen. Und – auch nicht zu verachten – man muss noch mehr frieren! :)

Ohne eine funktionierende Heizung hätten die Bauarbeiten an dieser Stelle schlicht pausieren müssen.

Denn viele der anstehenden Arbeiten sind stark temperaturabhängig. Sowohl die Verkabelung der Elektroleitungen als auch das Verlegen der Fußbodenheizung erfordern eine gewisse Mindesttemperatur. Kabel lassen sich bei Kälte nur schwer oder gar nicht mehr sauber biegen, Isolierungen können spröde werden und im schlimmsten Fall brechen. Ähnlich verhält es sich mit dem Fliesenkleber, der bei zu niedrigen Temperaturen nicht richtig abbinden kann und dadurch langfristig an Haltbarkeit verliert. Um spätere Schäden oder Materialfehler zu vermeiden, war eine zuverlässige Wärmequelle also zwingend erforderlich.

Die Entscheidung für Kaminöfen hat sich dabei als äußerst sinnvoll erwiesen. Selbst ohne angeschlossene Gastherme ist es möglich, die Blockhäuser auch bei extremen Außentemperaturen von bis zu –15 °C auf nahezu schon zu warme 25 °C Raumtemperatur aufzuheizen. Besonders beeindruckend ist dabei, wie gleichmäßig sich die Wärme verteilt: Auch in der ersten Etage herrscht nahezu die gleiche angenehme Temperatur wie im Erdgeschoss.

Es ist verblüffend, wie schnell sich ein Blockbohlenhaus mit einem Kaminofen aufheizen lässt. Das massive Holz speichert die Wärme sehr gut und gibt sie gleichmäßig an den Raum ab. Dadurch entsteht nicht nur eine behagliche Atmosphäre, sondern auch ein konstant warmes Raumklima, das ideal für Bau- und Installationsarbeiten ist.

Dank der nun erreichten Temperaturen trocknet der Fliesenkleber zuverlässig, die Elektro- und Fußbodenheizungsleitungen lassen sich problemlos verlegen und biegen, ohne dass Materialschäden befürchtet werden müssen. Die Arbeiten können also ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden, was den gesamten Bauablauf deutlich effizienter macht.

Und – auch nicht zu verachten – niemand muss mehr frieren. Angenehme Arbeitsbedingungen wirken sich schließlich nicht nur positiv auf die Materialien, sondern auch auf die Motivation und Konzentration aller Beteiligten aus. Insgesamt hat sich gezeigt, dass die vorübergehende Installation der Kaminöfen eine äußerst praktikable und effektive Lösung war, um den Baufortschritt auch bei winterlichen Temperaturen sicherzustellen.