Erkunden Sie die Harzer Höhlen in Ihrem Urlaub

Höhlen im Harz

In der abwechslungsreichen Natur des Harzes gibt es auch jede Menge Höhlen.
Gern möchten wir Ihnen hier ein paar der bekanntesten Höhlen vorstellen.
Bitte bedenken Sie, dass wir in erster Linie Höhlen in der Nähe unserer Ferienwohnungen
vorstellen um unseren Gästen einige Anregungen bei Ihrer Urlaubsplanung zu geben.

Die Barbarossahöhle

Die Barbarossahöhle gehört mit ihren 13 000qm zu den großen und unbedingt
sehenswerten Höhlen im Harz.
Die Höhle wurde in der Nähe von Rottleben im Jahre 1865 zufällig entdeckt,
bei der Wiederaufnahme und Neuerschließung eines Kupferschieferbergwerks.
Ein lohnender Abbau kam wegen des geringen Erzgehaltes und der geringen
Mächtigkeit der Flöze allerdings nicht zu Stande.
Deshalb begann man sehr rasch die neu entdeckten Hohlräume für Besucher
zugänglich zu machen.
Nach und nach erfolgte die touristische Erschließung der Höhle.
Über Jahrzehnte hinweg schufen tatkräftige Mitarbeiter der jeweiligen Höhlenverwaltung,
begleitet von der wissenschaftlichen Arbeit zahlreicher Fachleute, Bedingungen für einen
angenehmen Aufenthalt, verbunden mit einem hohem Bildungswert. Den ersten Schritt dafür tat
Bergrat Herthum noch im Jahre 1866, als er eine wissenschaftliche Vermessung und Bearbeitung
der Höhle anregte. Nach der Klärung komplizierter Eigentumsverhältnisse im Jahre 1891 konnten
intensive Ausbauarbeiten eingeleitet werden, die ein sprunghaftes Ansteigen der Besucherzahl
(heute jährlich ca. 200.000) zur Folge hatten:
• Seit dem 18. April 1895 erstrahlt die Höhle im Glanz einer elektrischen Beleuchtungsanlage.
• Am 27. Juni 1898 wurde der neue, 160 m lange Eingangsstollen seiner Bestimmung übergeben.
• Im Jahre 1913 begann Dr. Berg, der damalige Direktor des Frankenhäuser Heimatmuseums,die Höhle zu erforschen. Dabei entdeckte er neue Räume, z.B. die Fortsetzung vom „Grottensee“ zum „Dom“. Seine Arbeiten bildeten die Grundlage für den Bau des kleinen Ausgangsstollens im Jahre 1926. Seitdem können die Besucher in einer Richtung durch die Höhle geführt werden.
• Am 7.April 1935 fanden Nordhäuser Forscher unter Leitung von Dr. Stolberg den Durchbruch zu den „Karfreitagshallen“.
• Im Jahre 1954 konnten weitere Höhlenteile zur Besichtigung freigegeben werden.
Ausschlaggebend für den Namen „Barbarossahöhle“ war die Sage vom wiederkehrenden
Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Die Sage ist seit dem 16. Jahrhundert im Kyffhäusergebirge beheimatet,
wurde mit dem Bau des Kyffhäuserdenkmals wiederbelebt und um die Jahrhundertwende auf die
Höhle übertragen. Der Sage nach ist Kaiser Barbarossa nicht gestorben, sondern schläft in einem
unterirdischen Schloss solange die Raben um den Berg fliegen. Er sitzt an einem Tisch von Marmorstein,
durch den im Laufe der vielen Jahrhunderte sein roter Bart gewachsen sein soll. Es ist urkundlich erwähnt,
dass sich Barbarossa tatsächlich im Kyffhäusergebirge aufgehalten hat. Aus diesem Grund wurde die Höhle
zum würdigen Aufenthaltsort des Kaisers Rotbart – wie er auch genannt wurde – erklärt und Barbarossahöhle
genannt. Um der Sage gerecht zu werden, errichtete man aus prächtigen Gesteinsblöcken der Höhle
im „Tanzsaal“ „Tisch und Stuhl des Barbarossa.
Der eigentümliche Reiz der unterirdische Zauberwelt der Barbarossahöhle liegt im eigenwillig schönen,
vielschichtigen, nahezu ungeheurem Farbenspiel weißen bis grauen Gesteins, dessen tausendfältige
Formensprache zu staunender Bewunderung anregt.
Lernen Sie nun die vielfältigen Besonderheiten der Höhle im Detail kennen!
Das Team der Barbarossahöhle freut sich auf Ihren Besuch und hat nur ein Ziel – ihnen den Aufenthalt
unter aber auch über Tage so angenehm und so erlebnisreich wie nur möglich zu gestalten.
Die Öffnungszeiten der Barbarossahöhle :
1. April bis 31. Oktober
täglich geöffnet
10.00 Uhr (erste Führung) bis 17.00 Uhr (letzte Führung)
1. November 2010 bis 31. Januar 2011
Montag Ruhetag
Dienstag nur 11.00 Uhr Führung
Mittwoch bis Sonntag
10.00 Uhr (erste Führung) bis 15.00 Uhr (letzte Führung)
1. Februar bis 31. März
Montag Ruhetag
Dienstag bis Sonntag
10.00 Uhr (erste Führung) bis 16.00 Uhr (letzte Führung)
In den Ferien im Freistaat Thüringen sowie an allen bundesweiten Feiertagen ist geöffnet.
Am 24.12. bleibt die Höhle geschlossen.
Am 31.12. findet die letzte Führung bereits um 14.00 Uhr statt.
Die Besichtigung der Barbarossahöhle ist aufgrund bergrechtlicher Vorschriften
nur im Rahmen einer Führung möglich.
Für erwachsene kostet der Eintritt 7.50Euro und für Kinder (3 bis 16 Jahre) 4.-Euro.
(Stand 01.01.2011)

Die Einhornhöhle

Im nahegelegenen Scharzfeld können Sie die heute größte begehbare Höhle des Westharzes
erkunden : die Einhornhöhle.
Jahrhundertelang wurde die Höhle von Knochensammler aufgesucht.
Bereits 1583 wurde über das Graben nach „Einhörnern“ berichtet.
Die Höhle erwies sich als ergiebige Fundstelle für das als Medizin und Heilmittel begehrte Einhorn.
Aber bereits im 17. Jahrhundert wurde erkannt, dass es sich bei den Knochenfunden um fossile
Reste von Großsäugetieren, vor allem dem Höhlenbären, nicht aber um das sagenumwobene
Einhorn handelt. Das Fabeltier war dennoch namengebend für diese Höhle.
Neben den Einhorngräbern wurde die Höhle aber bereits seit geraumer Zeit von Geowissenschaftlern
und Forschern aufgesucht, so bereits von den Universalgelehrten Leibniz (1686) und Goethe (1784).
Ende des 19. Jahrhunderts hat der Berliner Arzt und Anatom Rudolf Virchow hier gegraben,
Hermann Löns suchte die Höhle ebenfalls auf. Die Forschungen um die letzte Jahrhundertwende hatten
vor allem das Ziel, den „diluvialen Menschen“ (= Mensch des Eiszeitalters) zu finden.
Dies gelang erst 1985 mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit.
Die Ausgrabungen 1985-88 ergaben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren über lange Zeiträume
von den Neandertalern besiedelt war.
Die Grabungen 1985-1988 wurden an vier verschiedenen Stellen platziert.
Überall wurden Steinartefakte gefunden. Der Nachweis der Anwesenheit des „Urmenschen“
in der Einhornhöhle war gelungen! Aufgrund ihrer technologischen Kennzeichen ist es sicher,
dass die Steinartefakte älter als 40.000 Jahre sind. Die Absolutdatierungen und die
Faunenzusammensetzung der in den gleichen Schichten gefundenen Tierknochen zeigt eine
zeitlichen Stellung der Artefakte von der mittleren Weichselkaltzeit bis in die Eem-Warmzeit an,
d.h. in den Sedimenten spiegelt sich eine Abfolge der Besiedlung der Höhle von
ca. 70.000 Jahre b.p. bis ca. 130.000 b.p.
Zudem bietet die Einhornhöhle innerhalb des niedersächsischen Raumes die bislang einmalige
Gelegenheit, anhand einer Höhlenfauna vielseitige Auskunft über die hiesige tierische Lebewelt
während eines größeren Zeitraumes innerhalb des jüngeren Eiszeitalters bis zur Jetztzeit zu erhalten.
Bei den Grabungen wurden Knochenreste von über 70 Tierarten, darunter über 60 Säugetierarten.
Neben den großen Höhlenbären, die Jahrzehntausende in der Höhle lebten, sind dies Funde von
Raubtieren wie Wölfen und dem Höhlenlöwen, aber auch kleinen Säugetieren wie Fledermäuse
oder Zwergspitzmäuse.
Die Höhle befindet sich etwa 1,5 km nördlich der Ortschaft Scharzfeld im Landkreis Osterode am Harz.
Sie liegt im Gebiet der sog. Brandköpfe. Diese bilden hier ein Plateau etwa 150 m über der Talsohle
des nahen Odertales.
Die Einhornhöhle ist ein natürlich entstandener Hohlraum im Zechsteindolomit der Permzeit.
Diese ca. 270 Mio. Jahre alten Gesteine des ausgehenden Erdaltertums treten gürtelförmig am
südwestlichen Harzrand zutage. Die allmähliche Verwitterung des Dolomitgesteins hat seit
Jahrhunderttausenden zur Entstehung von Höhlensystemen geführt.
Direkt an der Höhle befindet sich das Haus Einhorn mit bewirtschafteter Wanderbaude
(Getränke und Speisen warm/kalt; Produkte aus regionaler Direktvermarktung) mit je
ca. 40 Sitzplätzen innen und außen!
Vorschau Sommersaison:
1.April – 30. Okt. / Di. – So. 10:00 – 17:00
Informationen und AGBs für Ihren Besuch in der Höhle:
Die Einhornhöhle ist ausschließlich nur mit Führungen zu besichtigen!
Die Führungen in der Höhle dauern ca. 45 bis 50 Minuten.
Die Eintrittspreise sind für Einzelpersonen nach Alter gestaffelt :
alle Kinder unter 6 Jahre zahlen 1,50Euro; 6 – 15 Jahre zahlen 4,50Euro;
für Kinder ab 16 Jahre und Erwachsene zahlen 7,50Euro.
(Stand 01.01.2011)

Die Heimkehle

Die Schauhöhle Heimkehle ist eine von etwa 200 bekannten Höhlen des südharzer Sulfatkarstes.
Sie liegt in der Gemarkung Uftrungen (Sachsen Anhalt), Urbach (Thüringen) und
Görsbach (Thüringen), ca. 1,5 km von der Gemeinde Uftrungen entfernt.
Die Heimkehle liegt an der Straße von Stolberg nach Berga/Kelbra
und ist die größte Gipshöhle in Europa.
Auf einem etwa 700 Meter langen Rundgang geht der Besucher durch schmale Gänge und
große, bis zu 20 Meter hohe Hallen.
Einige Abschnitte des Weges führen durch künstliche Stollen.
Die Höhle besitzt viele Seen und beherbergt ungewöhnliche Tiere.
Im Thyrasee kann mit Unterwasserscheinwerfern ein Teil der unterirdischen Fortsetzung des
Sees beleuchtet werden – ein eindrucksvolles Erlebnis. In der Führung ist auch eine Lasershow
inbegriffen, ein kleines Bergbaumuseum am Höhlenausgang gehört fast selbstverständlich mit dazu.
Die Höhle kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken.
Obwohl schon seit dem Mittelalter bekannt, wurde sie erst 1920 für Besucher zugänglich gemacht.
Im zweiten Weltkrieg errichtete man in der Höhle eine Rüstungsfabrik, in welcher Häftlinge des
Konzentrationslagers Dora arbeiten mußten. Ein großer Teil der Seen wurde dafür zubetoniert.
Die kalte und feuchte Luft machte dabei Mensch und Material gleichermaßen zu schaffen
– ein Tod auf Raten.
Nach dem Krieg versuchten die alliierten Siegermächte, die Höhle mitsamt aller Kriegstechnik
durch Sprengungen komplett zu zerstören, was aber auch hier nur ansatzweise gelang
(ähnlich wie z.B. Helgoland) – zumal den Besatzungstruppen das wahre Ausmaß der unterirdischen
Fabrik unbekannt war. Noch heute verrotten in längst vergessenen Nebengrotten die Kriegsmaschinen
der Dessauer Junkers-Werke.
Zu Beginn der 50er Jahre wurde die Heimkehle restauriert und an einigen Stellen Stützmauern
eingezogen. Die Betonflächen wurden größtenteils wieder entfernt.
Seit dem Jahr 1954 ist die Höhle wieder für Besucher geöffnet.
Die Geschichte der Höhle im Überblick :
1357 erstmals urkundlich erwähnt;
– seit 12.09.1920 Führungen, kommerzielle Nutzung, Erschließung als Schauhöhle durch
T. Wienrich (damaliger Zugang war der Natureingang);
– 12.03.1944 bis 04.04.1945 Einstellung des Schauhöhlenbetriebes; Aufbau eines
unterirdischen Rüstungsbetriebes im Riesentunnel, Großer Dom und kleiner Dom;
– Produktionsanlage der Junkerswerke Dessau zum Bau von Fahrgestellteilen für das
Flugzeug JU88;
– dazu entstand in Rottleberode ein Außenlager des KZ „Mittelbau Dora“ (Nordhausen);
– 1946 Sprengung der Rüstungseinbauten und der Höhleneingänge, Höhle geschlossen;
– ab 02.11.1953 Beginn der Arbeiten zur Wiedereröffnung der Höhle als Schauhöhle;
– 25.04.1954 Wiedereröffnung Juli 1957 Begrüßung des 300.000 Besucher seit der Wiedereröffnung,
bis 1990 jährlich ca 100.000 Besucher;
– seit 1990 Lasershow im Großen Dom;
– am 24.12. „Fest der 1000 Lichter“ bis 1996;
– Einrichtung einer Mahn- und Gedenkstätte für die ehemaligen KZ-Häftlinge aus den Ländern
Frankreich, Niederlande, Belgien und Deutschland im kleinen Dom, sowie eine Ausstellung
über den Mißbrauch der Heimkehle in den Jahren 1944/45 im Außengelände
Natürlich können Sie sich bei einem Ausflug zur Schauhöhle Heimkehle auch in der
Gaststätte stärken. Das gastronomische Team erfüllt gern Ihre kulinarischen Wünsche.
Die gemütlichen Räumlichkeiten bieten ein passendes Ambiente für die Verpflegung von
Reisegruppen bis hin zur Durchführung von Familien-, Firmen- und Vereinsfeiern.
Wanderer und Höhlenbesucher können inmitten unberührter Natur die Freifläche für ein
Picknick nutzen.
Der heutige Führungsweg umfasst 750 m. Die Führung beginnt im Freistaat Thüringen.
Dort wurde ein künstlicher Eingangsstollen geschaffen, nach dessen Passage Sie in die
Hercynia-Halle gelangen. In dieser Halle befindet sich der natürliche Höhleneingang und der
Heimensee. Der Führungsweg geht weiter in die Thyrahalle. In dieser Halle können Sie den
Thyrasee bestaunen. Die Halle ist 6 bis 10 m hoch. Der Führungsweg erstreckt sich weiter
durch den 6 m hohen Riesentunnel. Im Tunnel wird die Landesgrenze überquert. Der weitere Weg
wird auf sachsen-anhaltinischem Boden zurückgelegt. Im Anschluß an den Riesentunnel gelangen
Sie in den großen Dom mit einer Höhe von bis zu 22 m und einem Durchmesser von 65 m.
Im großen Dom ist die bekannte Lasershow installiert. Durch den Riegelgang verläuft der Führungsweg
in den kleinen Dom mit der dortigen Mahn- und Gedenkstätte. Die Führung endet in der
Ausstellungshalle. Durch den Ausgangsstollen gelangen Sie wieder ins Freie.
Die Höhle ist ganzjährig von Dienstag bis Sonntag geöffnet.
April bis September von 10:00 bis 17:00 Uhr
Oktober bis März von 11:00 bis 16:00 Uhr
Letzte Führung jeweils 1 Stunde vor Schließung!

Die Iberger Tropfsteinhöhle

Die Iberger Tropfsteinhöhle ist eine der größten Touristenattraktionen im Westharz.
Sie befindet sich nördlich von Bad Grund nahe der Bundesstraße 242.
Unweit der Höhle gibt es einen Parkplatz, so daß Sie diese Sehenswürdigkeit sehr
bequem mit dem eigenen Fahrzeug erreichen können.
Der Iberg und der benachbarte (ehemalige) Winterberg gehören zu einem etwa 370 Millionen
Jahre alten Riffkalkmassiv. Dieses entstand im Laufe von Jahrmillionen aus den Resten von
Korallen und anderen Seetieren. In diesem Kalkgestein gibt es mehr als hundert meist noch
wenig erforschte Höhlen. Eine der größten dieser Höhlen ist die im Mittelalter von Bergleuten
entdeckte Iberger Tropfsteinhöhle.
Die Iberger Tropfsteinhöhle wurde im Jahre 1874 zur Schauhöhle ausgebaut
und für Besucher zugänglich gemacht. Im Jahre 1911 wurde der heutige Eingangsstollen
erbaut und 1952 die elektrische Beleuchtung installiert.
Auf Ihrem Weg durch die Höhle bekommen Sie zahlreiche Tropfsteine zu sehen, welche im
Verlauf vieler Jahrtausende gewachsen sind. Die meisten dieser Steine haben sehr beeindruckende
Formen und wurden durch das im Gestein vorhandene Eisenerz verfärbt. Das eigenartige Aussehen
der Tropfsteine hat seit jeher die Phantasie der Betrachter angeregt. Sie tragen daher oft auch
entsprechend eindrucksvolle Namen.
Eines der größten und schönsten Tropfsteingebilde in der Iberger Tropfsteinhöhle ist der
„versteinerte Wasserfall“.
Die Höhle wird von zahlreichen Fledermäusen bewohnt.
Dank der Beleuchtung haben sich hier außerdem diverse Moose und Farne angesiedelt.
Das im Juli 2008 eröffnete HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle macht in drei Teilen
Erdgeschichte lebendig und zeigt ein faszinierendes Highlight deutscher Höhlenarchäologie.
Museum am Berg – Die Toten aus der Lichtensteinhöhle
Das „Museum am Berg“ ist einer Sternstunde der Wissenschaft gewidmet.
Es zeigt die Funde und sensationellen Forschungsergebnisse aus der Lichtensteinhöhle.
Diese Höhle nahe Osterode war vor fast 3000 Jahren das Grab eines Familienclans.
Tauchen Sie ein in die Bronzezeit, und lernen Sie die älteste genetisch nachgewiesene
Großfamilie der Welt und deren heute lebenden Nachfahren kennen.
Betreten Sie ihr bronzezeitliches Grab – den originalgetreuen Höhlennachbau, der unter der
Decke des Museums schwebt.
Museum im Berg – Der Iberg, ein Riff auf Reisen
Im „Museum im Berg“, einem neu in den Fels gesprengten, 160 Meter langen Hohlraum,
werden die Erdgeschichte, die Geologie und Mineralogie des Ibergs auf sinnliche Weise vermittelt.
Vor 385 Millionen Jahren entstand der Iberg als Korallenriff in der Südsee.
Begleiten Sie ihn auf seinem Weg hierher in den Harz.
Lernen Sie den Iberg auch als Stätte uralten Eisenerzbergbaus kennen.
Höhlenfaszination – Iberger Tropfsteinhöhle
Besuchen Sie die viele Millionen Jahre alte Iberger Tropfsteinhöhle,
die seit 1874 zu den berühmten Schauhöhlen im Harz gehört.
Ihre seltene Entstehungsgeschichte und die Verknüpfung mit dem Bergbau machen sie
europaweit einzigartig.
Bewundern Sie die fantastische Höhlenwelt, die man in einer Führung erlebt.
Mit der Eintrittskarte lösen Sie auch eine Führung durch die Iberger Tropfsteinhöhle.
Zur aufgedruckten Uhrzeit müssen Sie sich im “Gelben Stieg” einfinden.
Dieser Sammelpunkt befindet sich im Berg, ca. 160 m vom Eingang entfernt.
Sie benötigen für diesen Weg ca. 10 Minuten.
Die Höhlenführungen dauern ca. 30 Minuten und finden je nach Andrang mindestens
stündlich statt, in der Hauptsaison bis zu viertelstündlich.
Die letzte Führung beginnt immer um 16 Uhr im Berg.
Falls Sie bis zum Führungsbeginn noch Wartezeit haben,
können Sie in der Zeit das „Museum am Berg“ und auf dem Weg zum Sammelpunkt
das “Museum im Berg“ in Ruhe genießen.
Eine Eintrittskarte für Erwachsene kostet 7.-Euro
und für Kinder ab 6Jahre 6.-Euro.
(Stand 01.01.2011)

Die Jettenhöhle

Die Jettenhöhle befindet sich in dem seit dem Jahre 1967 bestehenden Naturschutzgebiet
„Hainholz“. Dieses liegt im Gipskarstgebiet des Südharzes nahe des Ortes Düna südlich
von Osterode. In der Höhle wurden zahlreiche Keramikfunde aus vorgeschichtlicher Zeit gemacht.
Forscher vermuten außerdem, daß in grauer Vorzeit in der Jettenhöhle diverse „Kulthandlungen“ stattfanden.
Die Jettenhöhle ist mit weiteren kleineren benachbarten Höhlen verbunden und lediglich der
verbliebene Rest eines einst viel größeren Höhlensystems.
Sie ist keine öffentlich zugängliche Höhle, weil u.a. die Struktur der Höhlendecken an manchen
Stellen sehr instabil ist. Zahlreiche Bruchstellen sind Zeugnisse dieser akuten Einsturzgefahr.
Die Jettenhöhle ist außerdem Heimstatt für eine große Anzahl von streng geschützten Fledermäusen.
Ein Betreten der Höhle ist daher auch aus diesem Grund verboten.
Dies gilt ebenso für die anderen Höhlen im Hainholz.
Das Naturschutzgebiet um die Jettenhöhle können Sie auf Naturlehrpfaden erkunden.
Diese führen vorbei an Erdfällen und Karstkegeln sowie der Jettenquelle.
Hier erleben Sie eine unberührte Natur mit seltener Flora und Fauna.

Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Die beiden Tropfsteinhöhlen Baumannshöhle und Hermannshöhle sind die größten
Attraktionen des kleinen Ortes Rübeland an der B27.
In Jahrmillionen haben sich in diesen Höhlen durch Kalkablagerungen zahlreiche und
sehr große Tropfsteine gebildet. Die Höhlen beherbergen außerdem interessante und seltene
Lebenwesen wie Fledermäuse und Grottenolme. In der Baumannshöhle fand man auch
Bärenknochen sowie diverse Gebrauchsgegenstände von Steinzeitmenschen.
Der Besuch beider Höhlen ist sehr lohnenswert und beeindruckend.
Die Baumannshöhle wurde bereits in 16. Jahrhundert von einem Bergmann entdeckt und ist
seit dieser Zeit im Rahmen von Höhlenführungen zu besichtigen.
Der größte Raum (etwa 60 Meter x 40 Meter) ist nach einem der bekanntesten früheren Besucher
der Höhle benannt und heißt Goethesaal (Herr von Goethe besuchte die Höhle mehrere Male).
Hier gibt es auch einen kleinen Höhlensee und eine Naturbühne, welche regelmäßig genutzt wird.
Die Baumannshöhle ist eine der ältesten Schauhöhlen der Welt, in der seit 1646 organisierte
Führungen stattfinden. Ihr Namensgeber war der Bergmann Friedrich Baumann, der,
wie eine alte Sage beschreibt, auf der Suche nach Eisenerz die Höhle zufällig entdeckte.
Stalaktiten und Stalagmiten begleiten den Besucher auf Schritt und Tritt und formen sich zu
mystischen Gebilden. Der größte Hohlraum der Baumannshöhle ist der Goethesaal.
Den Saal kann man nicht nur im Rahmen einer Führung bestaunen, er bietet auch die traumhafte
Kulisse für Theateraufführungen, Konzerte, Events der besonderen Art und selbst für Hochzeiten.
Die genaue Anschrift der Baumannshöhle lautet:
Blankenburger Straße 36, 38889 Rübeland (Ortsteil der Stadt Elbingerode)
Die Baumannshöhle ist grundsätzlich nur im Rahmen eines geführten Rundganges mit einem
Höhlenführer/Höhlenführerin zu besichtigen.
Bitte beachten Sie, dass die Temperatur in den Höhlen zwischen konstanten 8 und 9° Celsius liegt.
Mit einer warmen Jacke und festem Schuhwerk sind Sie bestens gerüstet für einen Besuch!
Der Führungsweg in der Höhle beträgt ca. 600 m.
Bei der Führung überwinden Sie ca. 300 Stufen mal bergauf mal bergab.
Der Zutritt zu der Höhle erfolgt nur im Rahmen geführter Rundgänge!!
Juli und August 9:00 Uhr – *17:30 Uhr
November – Januar 9:00 Uhr – *15:30 Uhr
Februar – Juni 9:00 Uhr – *16:30 Uhr
September/Oktober 9:00 Uhr – *16:30 Uhr
Der Eintrittspreis kostet für Erwachsene 7.-Euro und für Kinder 4-16Jahre 4.50Euro.
(Stand 01.01.2011)
Die andere große, heute noch zu besichtigende Höhle
– die Hermannshöhle- wurde erst 1866 entdeckt.
Sie ist in ihren Ausmaßen wesentlich größer als die Baumannshöhle.
Diese Höhle wird von einem Höhlenbach durchquert, einem Seitenarm der Bode. Besondere
Attraktionen der Hermannshöhle sind u.a. ein künstlich angelegter See mit Grottenolmen,
die “Kristallkammer“ sowie die 8000jährige Säule.
Die Hermannshöhle wurde 1866 bei Straßenbauarbeiten entdeckt.
Die Höhle wurde nach Ihrem Erforscher Hermann Grotrian benannt.
Bereits am 01.05. 1890 wurde die Höhle, als erste in Deutschland, mit elektrischer
Beleuchtung versehen. Herrliche Tropfsteine und imposante Sintergebilde kennzeichnen
diese Höhle. Die Kristallkammer mit Ihren funkelnden Calzitkristallen zieht jeden Besucher
in Ihren Bann. In der Hermannshöhle beherbergt der Olmensee noch 13 Exemplare des
gleichnamigen Grottenolms, den es sonst nirgendwo in Deutschland gibt.
Durch die „Untere Schwemmhöhle“, die Sie mit einer Vielzahl Stalagmiten und Stalaktiten
empfängt, gelangen Sie an der Kanzel vorbei zum „Hohen Punkt“.
Von hier aus bietet sich ein grandioser Ausblick.
Die genaue Anschrift der Hermannshöhle lautet:
Hasselfelder Straße 3, 38889 Rübeland (Ortsteil der Stadt Elbingerode)
Bitte beachten Sie, dass die Temperatur in den Höhlen zwischen konstanten 8 und 9° Celsius liegt.
Mit einer warmen Jacke und festen Schuhwerk sind Sie bestens gerüstet für einen Besuch!
Der Führungsweg in der Höhle beträgt ca. 800 m. Bei der Führung überwinden Sie 320 Stufen
mal bergauf mal bergab. Ihre Eintrittskarten erwerben Sie an der Kasse,
im Eingangsbereich der Höhle. Der Ausgang der Höhle befindet sich ca. 100 m entfernt vom Eingang.
Der Zutritt zu den Höhlen erfolgt nur im Rahmen geführter Rundgänge!!
Juli und August 9:00 Uhr – *17:30 Uhr
November – Januar 9:00 Uhr – *15:30 Uhr
Februar – Juni 9:00 Uhr – *16:30 Uhr
September/Oktober 9:00 Uhr – *16:30 Uhr
Der Eintritt kostet für Kinder von 4 bis 16Jahre 4.50Euro und für Erwachsene 7.-Euro.
(Stand 01.01.2011)
*Beginn/ Einlaß zur letzten Führung
Es gibt in Rübeland noch weitere Tropfsteinhöhlen, welche aber nicht für Touristen zugänglich sind.
Die bedeutendsten davon sind die Bielshöhle und die Schmiedeknechthöhle.
Vor etwa 200 Jahren war die Bielshöhle ein großer Anziehungspunkt für Besucher.
Leider haben die damaligen Besitzer der Höhle die vorhandenen Tropfsteine nach und nach abgesägt,
um sie als Souvenir zu verkaufen. So ist diese Höhle heute ihrer Schönheiten beraubt und für
Besucher nicht mehr zugänglich.
Die Schmiedeknechthöhle wurde erst vor etwa 50 Jahren entdeckt.
Hier befindet sich der größte derzeit bekannte Tropfstein des Harzes mit einem Umfang von etwa
3 Meter und einer Höhe von 3,25 Meter.
Eine touristische Erschließung dieser Höhle ist zur Zeit nicht geplant.

Die Sandhöhlen

Eine wenig bekannte, aber dennoch eindrucksvolle Sehenswürdigkeit findet der Wanderer
nordöstlich der Burgruine Regenstein in einem Waldgebiet zwischen Blankenburg und Halberstadt.
Auf einer großen Waldlichtung sehen Sie eine Gruppe großer Sandsteinfelsen, in welchen
sich zahlreiche Höhlen befinden. Diese exponierte Stelle soll in frühgeschichtlicher Zeit ein
Thingplatz der germanischen Urbevölkerung gewesen sein.
Viele frische Gravuren im Fels und kaum erkaltete Feuerstellen in den Höhlenräumen legen
aber ein eindeutiges Zeugnis davon ab, daß dieser Ort auch in unserer Zeit noch eine große
Anziehungskraft besitzt.
Die Sandhöhlen bei Blankenburg sind ein schönes Fleckchen Erde für all diejenigen,
die abseits des üblichen Kommerzes und der ausgetretenen Touristenpfade noch einen
Hauch von Ursprünglichkeit genießen wollen.

Die Steinkirche

Die Steinkirche befindet sich am Hang des Steinberges über dem kleinen Erholungsort Scharzfeld
und besteht aus einem fast rechteckigen Höhlenraum und einem großen Vorplatz.
Grabungsfunde belegen nach Meinung der Archäologen, daß die Höhle schon vor etwa
10.000 Jahren von Rentierjägern genutzt wurde. Später verwendeten die Germanen die Höhle
vermutlich als „Kultstätte“.
Seit dem frühen Mittelalter fanden in der Steinkirche auch Gottesdienste statt.
Einer Überlieferung nach existiert sie bereits seit dem Jahre 732 und wäre damit die älteste
Kirche im Harz. Einige bauliche Veränderungen sind noch heute stumme Zeugen dieser urkundlich
nicht belegbaren Ära. Vermutlich wurde die Höhle zur Zeit der Kreuzzüge in eine Nachbildung des
Felsengrabes verwandelt. Erkennbar sind heute noch Kanzel, Altarplatz und die Nische für den
Weihwasserbehälter.
Die Steinkirche ist heute eines der bedeutendsten Kulturdenkmale Niedersachsens. Wie um viele
andere Orte im Harz ranken sich auch um diese Höhle zahlreiche Sagen und volkstümliche
Überlieferungen. Sie handeln u.a. vom Heiligen Bonifatius, von Eremiten und von weisen Frauen,
welche hier alle – unabhängig voneinander – gewirkt haben sollen.
Auch in unserer Zeit hat die Steinkirche besonders zum Zeitpunkt heidnischer Feste eine
große Anziehungskraft. Reste von Kerzen, Teelichtern und Räucherstäbchen im Inneren der
Höhle zeugen von der ungebrochenen Kraft der alten Bräuche.
Sie erreichen die Steinkirche an besten zu Fuß von der Ortslage Scharzfeld, wo Sie auch
entsprechende Wegweiser finden.
Im Nordwesten des Ortes befindet sich eine Brücke der Bundesstraße 27,
welche hier das Mönchetal überquert. Unter dieser Straßenbrücke können Sie das Auto
parken und dem ausgeschilderten Weg zur Steinkirche folgen, die nur wenige hundert Meter
entfernt liegt.
Vom Vorplatz der Steinkirche führt außerdem ein schmaler Wanderweg weiter bergauf zum
Gipfel des Steinberges.

Wir wünschen Ihnen einen abenteuerlichen Urlaub und viel Spaß bei Ihrer Erkundung
des Harzes unter- und oberhalb der Erde.

Erscheinen verzögert den Führungsbeginn u.U. auf die nächste volle Stunde!